Tesla ExperimentMan muss kein Nikola Tesla sein, um den Beruf des Elektronikers zu ergreifen. Aber die Begeisterung für seine Experimente (hier im Bild) sowie für Mathematik, Physik und Technik sind eine gute Voraussetzung.

Wer einen Elektrobaukasten als Schulkind hatte, kann sich sicherlich noch gut erinnern. Was für ein erhellendes Erlebnis, wenn der Stromkreis sich schloss und die kleine Kontrollglühlampe mittels der Batterie leuchtete.

Die praktische Arbeit als Elektroniker

Wer noch „keinen gewischt“ bekommen hat, ist kein richtiger Elektroniker. Leider gehört die Erfahrung meistens irgendwann einmal dazu. Das verriet mir neulich ein Elektroniker, als er über seine tägliche Arbeit sprach. Er mahnte jedoch auch gleich, dass man lieber einmal zuviel schauen sollte, ob eine Sicherung auch wirklich draußen ist. Der Spannungsprüfer sollte auch unbedingt erstmal an garantiert stromführenden Leitungen geprüft werden, bevor das zu prüfende Objekt damit getestet wird.

Auf die Frage, ob es verrückte Arbeitsorte im Leben eines Elektronikers gibt, bejahte er das. Man sollte keine Angst vor engen Räumen haben, denn manches Mal sind die Schaltkästen in irgendeiner kleinen Ecke verbaut. Andererseits kann es auch mal hoch hinaus gehen, berichtete er. Gerade bei der Arbeit an hoch installierten Beleuchtungsanlagen sollte man schwindelfrei sein.

Im Volksmund heißt es immer noch: „Hol mal den Elektriker…“, wenn es um den Strom im Haus geht. Oder „Elektroinstallateur“, doch auch diese Bezeichnung ist, strikt betrachtet, veraltet. Denn richtig heißt der Beruf nun seit 2003: Elektroniker.

Wobei es drei Fachrichtungen gibt. Auf eine der drei spezialisiert sich ein Elektroniker (m/w) während der Ausbildung.

Die drei Fachrichtungen des Elektronikers

  • Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
    Beispielsweise Vernetzung von Systemen, Beleuchungsanlagen, Schalt- und Regeleinrichtungen, auch Montage von Energieversorgung wie Solaranlagen.
    Beschäftigungsorte: Elektronikerhandwerk und Facility-Dienstleistung, meistens vor Ort.
  • Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik
    Zum Beispiel Installation von Kommunikations- und Sicherheitssystemen wie Videoüberwachung, Telekommunikation, Zutrittskontrollen, Alarmanlagen, Brandmelder.
    Beschäftigungsorte: Industrie sowie bei IT-Services, beim Kunden meistens vor Ort.
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik
    Alles, was mit Steuer-, Mess- und Regelungssystemen zu tun hat. Anlagen, die sensorisch, pneumatisch, hydraulisch oder elektronisch gesteuert werden. Unter anderem Heizungs- und Lüftungsanlagen, Fertigungsanlagen – bis zu Verkehrsleitsystemen.
    Beschäftigungsorte: Industrie wie Automotive, Anlagen- und Maschinenbau.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Elektroniker

Wie eingangs gesagt: Man sollte sich für die Fächer Mathe und Physik interessieren. Gute Noten im Abschlusszeugnis sind da sicherlich hilfreich. Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Erfahrungsgemäß haben Absolventen mit mittlerem Bildungsabschluss die besten Chancen. Das heißt nach 10 Jahren Schule (Gesamtschule oder erweiterter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss).

Es ist eine duale Ausbildung, das heißt, Berufsschule und praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb wechseln sich ab. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.

In manchen Bereichen des Berufs sollte man feinmotorische Fähigkeiten haben. Wer also Geduldsspiele liebt oder schnell mit ruhiger Hand einen Faden in die Nähnadel bekommt, hat Vorteile. Auf jeden Fall wichtig sind Verantwortungsbewusstsein und der Respekt vor der Elektrizität an sich. Neugierde ist dabei nicht ausgeschlossen!

Elektroniker sind gesucht!

Auf dem Jobmarkt sind verschiedene Formulierungen üblich: Elektroniker, aber auch die Bezeichnungen Betriebselektriker, Elektroinstallateur, Kfz-Elektriker, Schaltschrankelelektriker, Betriebselektriker und auch der Elektriker werden immer noch ausgeschrieben.

Kleiner Tipp: Suchen Sie nach „elektr“, dann haben Sie vielleicht ein paar Ergebnisse dabei, die nicht einhundertprozentig passen, aber sie verpassen auch kein Jobgesuch. Probieren Sie die Suche nach „elektr“ doch gleich mal aus, in der MONDI Stellenbörse.

 

Foto: pixabay 113311, CC0 Public Domain