Online IdentitätThema Bewerbung: Sie sind auf Jobsuche? Dann sind Sie bestimmt auch mit der Erstellung von Onlinebewerbungen vertraut.

Entweder man schickt eine E-Mail mit einem PDF-Anhang oder man füllt Onlineformulare aus. Soweit so gut. Das ist nichts Neues. Tipps gibt es dazu aber auch noch am Ende dieses Artikels.

Doch mit der Bewerbung ist es nicht getan. Heutzutage müssen Bewerber auch auf den Eindruck achten, den sie im Internet hinterlassen.

Was passiert nach dem Losschicken einer Bewerbung?

Die Personaldisponenten, die eine Bewerbung erhalten, beschäftigen sich selbstverständlich erstmal intensiv mit diesen Unterlagen. Sie lesen das Anschreiben mit dem Text zur Bewerbung und werfen einen Blick auf den Lebenslauf. Wenn die Bewerbung interessant ist, dann rufen sie jedoch immer häufiger auch Google auf und geben den Namen des Bewerbers in das Suchfeld ein.

Personaler googeln Bewerber

Erika Mustermann Google

Was passiert dann? Drei Möglichkeiten gibt es:

  • Fall 1: Google-Suchergebnis-Traumkandidat
    Idealerweise gibt es positive Suchergebnisse. Das heißt, es sind Profile im Social Web (Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter oder ähnliche) auffindbar, die verantwortungsbewusst geführt wurden. Öffentlich sind nur solche Dinge lesbar und sichtbar, die interessant erscheinen. Noch besser, wenn es unter Umständen auch branchenbezogene Dinge zu sehen gibt. Der absolute Traum: Wenn Bewerber ein Blog mit fachlichen Themen führen und ihre Kompetenzen zeigen.
  • Fall 2: Überraschungskandidat
    Die Bewerbung war nicht schlecht, aber nun findet man schlimme Partyfotos, Meckereien über den alten Arbeitgeber und Pöbeleien bei bekannten Dienstleistern wie Mobilfunkprovidern. Das kann viele Arbeitgeber unter Umständen abschrecken. Kommt immer noch ein bisschen darauf an, was im Einzelnen die Inhalte sind. Merkregel: Alles, was zu einer Kündigung im Job führen könnte, sollte man nicht posten, denn es verhindert gegebenenfalls auch eine Neueinstellung. Man denke an rassistische Äußerungen bei Facebook, die schon dem einen oder anderen den Job gekostet haben. Meine Prognose: Die Bewerbung kommt auf den Stapel mit dem Schild „Absage“.
  • Fall 3: Null-Suchergebnisse-Kandidat
    Da könnte man doch nun denken, wenn es keine Ergebnisse gibt, dann ist alles gut. Aber es macht – nicht nur Personaler – etwas misstrauisch, wenn sich jemand so „versteckt“. Wenn Sie nicht im Internet zu finden sind, dann ist das eine Chance, dass Sie fachlich gute Inhalte online stellen.

Tipp für alle Fälle: Schreiben Sie über den Job, beziehungsweise die Thematik Ihres Jobs, Blogartikel. Diese sollten selbstverständlich gut lesbar und verständlich aufbereitet sein, bestenfalls auch mit Fotos versehen. Video liegt Ihnen mehr? Auch das geht, mit einem Videokanal auf YouTube.

Inspiriert wurde ich beim Lesen des Artikels Digital ist besser / Man kann online auch zu wenig von sich preisgeben von Johnny Häusler. Wobei eben bei der Jobsuche ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden, wenn man online über sein Fachgebiet schreibt. Dieses kann man zum Beispiel auch in der Bewerbung als Referenz angeben.

Mechatroniker könnten ihre Autoreparaturen dokumentieren und Anleitungen schreiben. Elektroniker könnten über Energie, Strom und Installationen (Smart Home!) schreiben. Wie auch immer, es findet sich immer etwas, über das man berichten kann. Sogar eine Empfangsmitarbeiterin könnte über ihre Tipps und Tricks in Word und Excel schreiben.

Natürlich ist das ein bisschen mehr Arbeit, aber wenn es gut gemacht ist, erhöht es die Chancen auf einen tollen neuen Job.

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Wenn Sie noch Fragen zum Bloggen haben, schreiben Sie mir gern einen Kommentar. Ich freue mich, wenn ich weiterhelfen kann.

 

Foto: pixabay 388987, CC0 Public Domain, Screenshot: Google Suchmaske

 

 

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