Die Gründe für eine Eigenkündigung sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie erwägen. Aber die Entscheidung, sein bestehendes Arbeitsverhältnis zu beenden, sollte auf gar keinen Fall unüberlegt getroffen werden.

Wir haben ein paar wichtige Dinge zusammengestellt, die Sie beachten sollten, bevor Sie kündigen.

Keinen Schnellschuss

Die Entscheidung, sein bestehendes Arbeitsverhältnis zu kündigen, sollte man sich auf jeden Fall gut überlegen. Emotional begründete Spontanhandlungen sind hier fehl am Platz und erweisen sich im Nachhinein oft als falsch. Überlegen Sie daher vorher genau, ob die Kündigung Ihres Jobs wirklich sinnvoll und notwendig ist.

Sperrfrist der Bundesagentur für Arbeit

Zu beachten ist, dass eine Eigenkündigung nach der Definition der Agentur für Arbeit versicherungswidriges Verhalten darstellt. Gemeint ist hier die Arbeitslosenversicherung. Kündigt ein Arbeitnehmer willentlich, bedeutet das eine Sperre von Arbeitslosengeld I für die Dauer von zwölf Wochen (§ 144 Abs. 1 SGB III). Nur bei besonderen Umständen verkürzt sich dieser Zeitraum auf sechs oder drei Wochen. Kündigen Sie daher möglichst erst, wenn Sie einen neuen Job in der Tasche haben. Darüber hinaus ist es in der Regel einfacher, einen neuen Job aus einer ungekündigten Position heraus zu finden.

Hinweis: Der gesperrte Arbeitslose bleibt krankenversichert, denn für die Krankenkassen besteht eine beitragsfreie Nachversicherungspflicht von vier Wochen. Ab der fünften Woche übernimmt die Agentur für Arbeit die Beitragszahlungen zur Krankenversicherung auch für gesperrte Arbeitslose.

Kündigungsfristen einhalten

Achten Sie auf die Einhaltung der Kündigungsfristen! Sollten diese nicht im Arbeitsvertrag oder per Tarifvertrag geregelt sein, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Nur in Ausnahmefällen, bei unzumutbarer Belastung des Arbeitsverhältnisses (z.B. Arbeitgeber zahlt nicht), kann der Arbeitnehmer „aus wichtigem Grund“ kündigen und ist nicht verpflichtet die Kündigungsfristen einzuhalten.

Form und Zustellung der Kündigung

  • Eine Kündigung muss immer schriftlich in Papierform erfolgen und die handschriftliche Unterschrift des Arbeitnehmers enthalten. Kündigungen per SMS, E-Mail oder Fax sind nicht rechtskräftig.
  • Im Kündigungsschreiben muss der Arbeitnehmer keine Gründe für die Kündigung aufführen, solange er fristgerecht kündigt. Nur in Ausnahmefällen, wie bei einer außerordentlichen Kündigung „aus wichtigem Grund“, ist die Nennung eines Kündigungsgrundes ratsam, um eine Sperrfrist der Agentur für Arbeit zu verhindern.
  • Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die Personalabteilung um eine schriftliche Kündigungsbestätigung bitten. Alternativ können Sie auch eine Kopie Ihrer Kündigung gegenzeichnen lassen. Gesetzlich erforderlich ist dies jedoch nicht.

Tipp: Vermeiden Sie negative Äußerungen über das Unternehmen und über Ihre Kollegen. Auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sollten Sie sich professionell verhalten. Sie wissen schließlich nicht, wen Sie in Ihrem Berufsleben später noch einmal wieder sehen. Vermeiden Sie daher persönliche oder beleidigende Äußerungen.

 

 

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