Qualitätsprüfer sind Experten, wenn es um die Eigenschaften, Güte und Beschaffenheit von Produkten und Prozessen geht. In praktisch allen Industriebereichen kommen sie zum Einsatz und prüfen Produkte nach konkret festgelegten Prüfplänen. Ziel ist es, jedes Erzeugnis nach dem immer gleichen Muster herzustellen, bzw. jeden Fertigungsprozess immer gleich ablaufen zu lassen, sodass das Ergebnis in der immer gleichen Qualität reproduzierbar ist.

Die Anforderungen, die Kunden und Verbraucher an die Hochwertigkeit und Präzision einzelner Geräte und Erzeugnisse stellen, steigen. Hinzu kommt, dass Gesetzesvorschriften und Normen zur Produkthaftung und -gewährleistung in den vergangenen Jahren zugenommen haben.

Aufgaben

Die Qualität muss in allen Produktionsphasen stimmen – Qualitätsprüfer werden daher immer wichtiger. Sie prüfen:

  • Einzelteile, die sie komplett oder in Stichproben bestimmten Prüfungen unterziehen
  • Maße von Werkstücken
  • Werkstoffeigenschaften
  • die Dauerbelastung von Maschinenteilen
  • Oberflächen mittels Rautiefemessung

Dazu bedienen sich Qualitätsprüfer speziellen Zugprüfmaschinen, Härteprüfgeräten oder Kerbschlag- und Ultraschallprüfeinrichtungen oder nehmen Spektralanalysen vor und werten die Daten mit statistischen Methoden aus. Die Einsatzbereiche der Qualitätssicherung erstrecken sich von der Wareneingangsprüfung über die Fertigungsüberwachung und -steuerung bis hin zur Endprüfung.

 

Voraussetzungen

Für ihren Job müssen Qualitätsprüfer fundiertes Fachwissen in folgenden Bereichen mitbringen:

  • Metallbearbeitung
  • Lesen technischer Zeichnungen
  • Werkstoffkunde
  • Fertigungskenntnisse
  • Technische Kenntnisse
  • Prüftechnische Kenntnisse

In Industrie und Handwerk wird oft in Schichten gearbeitet, auch an Wochenenden und an Feiertagen. Und da der Zeitdruck in der Produktion oft hoch ist, gilt es in der Qualitätssicherung schnell und sorgfältig zu arbeiten. Auch ist bei der Begutachtung Muskelkraft gefragt. Zum Beispiel, wenn es darum geht, große, sperrige Teile zu überprüfen.

 

Wie wird man Qualitätsprüfer?

Obwohl der Beruf des „Qualitätsprüfers“ ein typischer Quereinsteiger-Beruf ist, können nur Fachkräfte, die über eine einschlägige Ausbildung in der jeweiligen Branche verfügen in ihm arbeiten. In den verschiedenen Industriebereichen kommen zum Beispiel ausgebildete Techniker oder Mechaniker aller Art infrage oder Absolventen technisch orientierter Studiengänge. Darüber hinaus sollten angehende Qualitätsprüfer Kenntnisse und Weiterbildungen im Qualitätswesen und in der Qualitätssicherung mitbringen.

Wo arbeiten Qualitätsprüfer?

Die Arbeitsbereiche für Qualitätsprüfer sind vielfältig: Metallbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Feinmechanik, Optik, IT/DV, Chemie, Pharmazie, Kunststoffindustrie, Glas, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, Papier und Druck, Holzindustrie, Möbelindustrie, Textil- und Bekleidungsindustrie, Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln

Qualitätsprüfer in der Zeitarbeit

Wenn man die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, dann ist der Jobeinstieg in ein Unternehmen auch über die Zeitarbeit interessant. Talentierte Quereinsteiger bekommen eine Chance, wenn der Lebenslauf zum Jobprofil passt.

Wenn Sie an einer Festanstellung als Qualitätsprüfer interessiert sind, schauen Sie in unsere Jobbörse oder bewerben Sie sich initiativ bei MONDI, gern auch telefonisch bei einer Geschäftsstelle in Ihrer Nähe.

 

 

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