Lang ersehnt kommt der Sommer auf uns zu – eine wunderbare Jahreszeit, wenn es um Freizeitaktivitäten wie Badeausflug, Grillparty oder Public Viewing geht. Doch im Büro stellt uns die heiße Jahreszeit vor eine Herausforderung: Spätestens wenn die Raumtemperatur über die 30°C-Marke steigt, wird der Arbeitsalltag für die meisten Menschen zur Belastungsprobe.

Wer bei hohen Temperaturen arbeitet, leidet oft  unter Beschwerden wie Kopfschmerzen und Ermüdung. Dadurch sinken Leistungsfähigkeit und Konzentration. Damit Sie im Sommer nicht im eigenen Saft schmoren, gesund und effektiv arbeiten können, haben wir hilfreiche Tipps zusammengestellt, um Körper und Geist im Büro abzukühlen.

Eiskalte Tipps für heiße Tage

Viel trinken

Ein Mensch sollte mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken, bei großer Hitze eher drei. Wasser und Saftschorlen eignen sich gut, um bei der Arbeit den Bedarf an Flüssigkeit und Mineralien zu decken, der durchs Schwitzen entsteht.

Luftige Kleidung

Passen Sie Ihre Kleidung den Temperaturen an.  Helle, leichte, atmungsaktive Kleidung, beispielsweise aus Baumwolle oder Leinen verringert den Wärmestau und verhindert somit auch starkes Schwitzen.

Leichte Kost

Schwere Speisen belasten den Kreislauf. Verzichten Sie daher bei großer Hitze auf Fettiges wie Pommes oder Bratwurst. Essen Sie lieber frische Salate, Obst und Gemüse, mageres Hähnchenfleisch oder Fisch.

Morgens lüften

Um die Temperatur etwas zu senken, sollten Sie morgens stoßlüften und ab Mittag die Fenster geschlossen halten.

Vorsicht Klimaanlage

Der Verführung der Klimaanlage erliegt man schnell. Aber aufgepasst: wenn der Unterschied zwischen Raum- und Außentemperatur zu hoch wird, droht Erkältungsgefahr.

Morgenstund hat Gold im Mund

Erledigen Sie Wichtiges in den frühen Morgenstunden. Falls möglich kommen Sie an heißen Tagen früher zur Arbeit, wenn es noch nicht so heiß ist. Dann können Sie auch eher wieder Feierabend machen.

Zwischendurch abkühlen

Immer mal wieder kühles Wasser über die Handgelenke und Unterarme fließen lassen ist einfach und effektiv. Der Klassiker: Papierkorb leeren, Wasser rein, Füße dazu. Und wenn Sie keine Gelegenheit für Planschereien haben: ein Erfrischungsspray hilft auch.

Eis – tut gut, schmeckt gut

Eis kühlt von innen, schmeckt und muss nicht immer eine Kalorienbombe sein – Fruchteis oder Sorbet sind lecker und können ohne Reue genossen werden. Tipp: Die beste Gelegenheit, sich bei Mitarbeitern und Kollegen beliebt zu machen – einfach eine Runde Eis spendieren!

Kein Hitzefrei für Arbeitnehmer
Laut Arbeitsschutzrecht ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht nach §4 lediglich verpflichtet, die Arbeit so zu gestalten, dass eine Gesundheitsgefährdung vermieden wird (Schwangere, stillende Mütter und Mitarbeiter, die per Attest gesundheitliche Probleme nachweisen, genießen einen besonderen Schutz). In der Praxis bedeutet dies:
Die Lufttemperatur in Büros sollte 26°C nicht überschreiten. Ist es draußen deutlich heißer, bilden 35°C die Obergrenze. Erst Temperaturen darüber gelten als unzumutbar. Wird diese Grenze überschritten, sind Arbeitgeber gehalten, ihren Mitarbeitern Kühlung zu verschaffen – zum Beispiel durch Ventilatoren, Rollos, die die Räume abdunkeln oder durch Gratis-Erfrischungsgetränke. Welche Mittel der Chef zur Kühlung wählt, bleibt ihm überlassen. Kaltes Wasser reicht zur Not auch schon.

Weitere Hinweise und Tipps für heiße Tage liefert die Broschüre „Sommerhitze im Büro“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

 

Foto: Pixabay 1408176, CC0 Public Domain

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